Diabetes? Frag die Zuckertante - Der Podcast für Menschen mit Typ 2 Diabetes

Diabetes? Frag die Zuckertante - Der Podcast für Menschen mit Typ 2 Diabetes

Transkript

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00:00:00: Naja, jetzt habe ich auch Diabetes.

00:00:04: Ach du Armer!

00:00:05: Da darfst Du ja gar nichts mehr essen.

00:00:08: Naja es ist schon kompliziert.

00:00:11: und wenn Kohlenhydrate dann nur die ganz langsamen hat mein Doktor gesagt.

00:00:17: Genau darum geht's in der heutigen Folge.

00:00:19: Langsame Kohlenhydrate, schnelle Kohlen hydrate, glückhemische Index, gluckhemische Last... Was soll man sich da alles noch merken als Mensch mit Diabetes?

00:00:30: Es ist einerseits viel einfacher, als man denkt und andererseits kann man es fürchterlich kompliziert erklären.

00:00:38: Ich werde heute versuchen über Kohlenhydrate zu reden so dass Sie auch wenn sie nur zuhören damit hoffentlich etwas anfangen können.

00:01:01: Herzlich willkommen beim Podcast der Zuckerdante.

00:01:04: ich bin Dr.

00:01:05: Susanne Pousarnik, Ärztin für allgemeine Medizin.

00:01:08: Ich begleite betreue berate Menschen mit Diabetes seit über von zwanzig Jahren und bin jetzt im Internet die Zuckerdante.

00:01:16: Ja, ja!

00:01:17: Die lieben Kohlenhydrate unter Diabetes.

00:01:21: Kinder hat mir das Gefühl es dreht sich bei der Diabetestherapie alles nur mehr ums Essen.

00:01:26: da stimmt natürlich auch nicht.

00:01:28: Bewegung ist wichtig Stress ist wichtig.

00:01:31: Aber heute schauen wir uns die Geschichte mit den Kohlenhydraten länger an.

00:01:37: Kohlen hydrate isst ein Sperriges Wort.

00:01:41: Es kommt aus der Chemie und beschreibt eine spezielle Art von organischen Molekülen egal.

00:01:50: Sagen wir so, dieses Wort ist ein Sammelbegriff für alles im Essen was den Blutzucker ansteigen lässt.

00:01:59: Und natürlich sind Lebensmittel sehr verschieden.

00:02:02: Es gibt welche da steigt der Zucker ziemlich flott an.

00:02:05: es gibt welche geht's eher sanft und langsam in die Höhe Und jetzt könnte man ja sagen, na gut dann machen wir uns halt eine Liste.

00:02:15: Bei welchem Lebensmittel geht der Zucker schnell in die Höhe?

00:02:17: Bei welchen langsamer?

00:02:19: Das ist aber nicht so einfach!

00:02:22: Denn es kommt auch darauf an wie dieses Lebensmittel verarbeitet wurde.

00:02:27: Weil natürlich wie viel man davon isst und auch noch was sonst noch alles beim Essen dabei ist also ob sie noch Fleisch oder Fisch Geflügel Gemüse Eiweiß- und Belaststoffe mit auf dem Teller liegen haben.

00:02:43: Und das wollen wir uns heute in Ruhe anschauen.

00:02:48: Was sind also Kohlenhydrate?

00:02:50: Kohlenhydrate sind Moleküle, die aus Zuckerbausteinern aufgebaut sind und da gibt es welche, das sind die sogenannten Einfachzucker ein kleines Bausteinchen, ein Stück Zucker alles gut, alles einfach Glucose zum Beispiel, Vertraubenzucker Fructose.

00:03:11: andere bestehen aus zwei Zuckerbausteinen Das sind dann die Doppelzucker oder zweifach Zucker.

00:03:17: Und diese Zuckerbausteine können sich eben aneinander hängen und die können lange, lange Ketten machen ganz große Langeketten, die sich ineinander verknäuen verschlingen und wo dann so große unregelmäßig geformte Gebilde entstehen, die aber im Grund nur aus langen Zuckerketten bestehen.

00:03:41: Wissen Sie was das ist?

00:03:42: Das ist das, was Sie alle aus dem Alltag kennen.

00:03:44: Nämlich Stärke.

00:03:46: Stärke gibt es in vielen Lebensmitteln und das ist nichts anderes als lange Ketten von Zuckermolekülen aneinander gehängt.

00:03:57: Und wenn die Zuckermoleküle so aufgefädelt sind und solange Ketten bilden dann schmecken sie nicht mehr süß.

00:04:05: Stärke ist etwas, was eben nicht wirklich nach Zucker oder noch Zucker schmeckt sondern etwas, was eher so ein bisschen melig schmeckt.

00:04:15: Das heißt das gibt es natürlich im Brot in allen Backwannen und Mehlspeisen In Kartoffeln, Reis oder Nudeln.

00:04:23: Und aus all diesen Dingen gelangt die Stärke mit den Nahrungsmitteln eben über den Mund.

00:04:33: Da wird's gekaut und da werden diese Ketten schon drauf gespalten.

00:04:36: Dann flutscht das Essen in den Magen Gelangt dann in den Darm Und jetzt liegen diese Ketten im Darm und werden dort langsam weitergeschoben.

00:04:48: Unser Darm hat aber nur ganz, ganz kleine Lücken in der Darmwand durch die Bausteine-Nährstoffe aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden können – und diese langen Ketten, diese großen Kneidl sind viel zu groß dafür!

00:05:05: Das heißt, im Darm wird Schritt für Schritt aus diesen langen Ketten ein Baustein nach dem anderen abgespalten und nur diese einzelnen Bausteine können durch die Darmwand ins Blut flutschen.

00:05:19: Und das bedeutet dann dass der Blutzucker ansteigt.

00:05:22: Das ist einmal ganz was Normales wenn wir etwas essen wo Kohlenhydrate drin sind Zucker Fruchtzucker Stärke.

00:05:30: Dafür haben wir das Insulin Das Hormon aus der Bauchspeicheldröse, das hilft dabei dass die Zuckerbausteine – die Glocose – aus dem Blut dorthin kommt wo sie hingehört nämlich in die Zellen hinein.

00:05:45: Das ist bei gesunden Menschen ein ganz wunderbares Zusammenspiel!

00:05:49: Der Körper produziert immer genau richtig viel Insulin und gibt genau richtig viele Insulin ins Blut ab so da er den Blutzuckerspiegel möglichst konstant im Normalbereich hält.

00:06:00: aber auch bei gesundem steigt der Zucker nach dem Essen etwas an, denn die Zuckerbausteine müssen nun einmal aus dem Darmins Blut und dort rumschwimmen.

00:06:10: Und erst dann können sie vom Insulin in die Zellen hinein begleitet werden.

00:06:16: Bei Typ II Diabetes funktioniert es nicht so gut!

00:06:20: Da interessiert uns eben wie hoch steigt den Zucker nach einer Mahlzeit an und vor allem auch wie lang bleibt da oben?

00:06:28: Jetzt versteht man vielleicht schon ein bisschen was Schnelle- und Langsame Kröneträte heißt... Sehr schnelle Kohlenhydrate, ja da gibt es einen Vertreter den jeden kennt.

00:06:38: Und das ist der Traumzucker!

00:06:41: Es gibt nichts was noch schneller ins Blut geht.

00:06:45: Traubenzucker flutscht in's Blut und wird deshalb auch verwendet wenn das Blutzucker zu tief ist.

00:06:51: Denn zum Beispiel Menschen versehentlich zu viel Insulin gespritzt haben und der Zucker geht zu tief.

00:06:56: die werden schwitzig oder zittrig und dann gehts nicht gut.

00:06:59: Die nennen Traubenzucker damit der Zucker möglichst schnell wieder ansteigt in gesunde Bereiche.

00:07:06: Was auch noch sehr, sehr schnelle Kohlenhydrate sind – Limonaden!

00:07:10: Dieses typische Kohl auf Handtas breit und wie sie alle heißen.

00:07:14: Da ist ja Zucker gelöst in Wasser?

00:07:17: In Flüssigkeit?

00:07:18: Dann ist auch noch Kohlensäure dabei.

00:07:20: Die Kohlensaure bewirkt wieder, dass die Darmschleimhaut leichter durchblutet wird.

00:07:24: Und der Zucker, der ja schon gelöst ist in der Flüssigkeite geht noch schneller ins Blut aber nicht ganz so schnell wie der reine Traubenzucker.

00:07:33: Interessant wird es beim Fruchtsaft, diese guten Apfelsaft-Orangensaft auch die gehen schnell ins Blut denn im Fruchtesaft ist ja nur mehr der Geschmack, die Geschmacksstoffe, die Farbstoffe und die Vitamine aus der Frucht und eben der Fruchtzucker und das alles in Wasser gelöst.

00:07:54: Wenn Sie dagegen das ganze Obst essen, die ganze Frucht dann essen sie ja viel mehr.

00:07:58: Wenn Sie nur in einem Apfel denken da essen sie auch die ganze frucht mit der Schale Mit den Zellwänden mit dem Fruchtfleisch wenn sie aus der Stärmer kommen so wie ich.

00:08:09: wir haben als Kinder Auch die Kerne gegessen bei den meisten Äpfeln und nach dem Apfel wann er dann fertig war sozusagen als letztes feines bisschen um den Geschmack abzurunden haben wir denn Stängiges Apfels, auch gegessen wenn er nicht noch ganz hart war und haben auf dem rumgekaut.

00:08:28: Und es war fast so etwas wie ein bisschen einen Kaugummerersatz.

00:08:31: der schmeckt so.

00:08:32: Ein bisschen Herb und passt super gut nach einem Apfel und versorgt den Darm mit Belaststoffen.

00:08:38: Ja das ist nur eine Kindheitserinnerung von mir!

00:08:42: Also sie haben von einer ganzen Orange, von einem ganzen Apfel als Mensch mit Diabetes viel mehr, als wenn sie die Säfte trinken.

00:08:51: Sie haben auch den Vorteil der Vitamine und so weiter und es guten Geschmacks vor allem.

00:08:56: aber es ist halt der Zucker nicht schon in flüssiger Form vorliegend, der so schnell ins Blut geht.

00:09:03: Das andere Extrem sind besonders langsame Kohlentrate also Dinge, die dem Blutzucker nur ganz langsam ansteigen lassen.

00:09:11: Stellen Sie sich ein schönes Getreidekorn vor!

00:09:15: Da ist natürlich Stärke drinnen, also lange Zuckerketten, komplizierte Ketten.

00:09:20: Aber die Stärke, die kugelt da nicht nur so einfach in dem Getreidekorn rum.

00:09:24: Die ist eingebettet in die Pflanzenstruktur von den Koren.

00:09:29: Da gibt es noch viele Ballaststoffe und alle möglichen anderen Bestandteile.

00:09:35: Und damit hat unser Verdauungssystem ziemlich viel Arbeit bis dieses Korn aufgespalten ist und bis es dann endlich einmal soweit ist, dass diese lange Kette von Klokosemolekülen aufgebrochen und eben langsam verarbeitet und damit vertaut wird.

00:09:51: Weitere Beispiele für so langsame Kohlenhydrate sind Hülsenfrüchte!

00:09:56: Alle Arten von Linsen, Bohnern, Kichererbsen und Vollkornprodukte – Vollkorenprodukte die den Namen verdienen, die möglichst wenig verarbeitete sind.

00:10:05: Die Hülsenfrüchte sind interessant.

00:10:07: Sie lassen den Blutzucker kaum ansteigen, aber sie schmecken schön mehlig und sie sind für Menschen mit Diabetes besonders gut geeignet Wenn sie damit mit Pläonern und Damenminden reagieren dann beginnt man mit kleinen Mengen.

00:10:21: der Darmen kann sich daran gewöhnen.

00:10:24: Interessant ist immer für sie dass sie für sich selber rausfinden wie es das bei mir also dass sie messen dass sie vor einem Mess essen und vielleicht auch danach nach dreißig, sechzig, neunzig, zwanzig Minuten oder nach vier Stunden mal messen.

00:10:40: Oder vielleicht auch einmal einen Sensor tragen und so drauf kommen können.

00:10:45: wie ist es bei Ihnen?

00:10:47: Wie ist das bei mir?

00:10:48: Wie hoch steigt der Zucker nach irgendeiner Lieblingsmalzeit an?

00:10:53: Jetzt ist es nicht so, dass jedes Getreide nur weil die Ketten da drinnen länger sind den Zucker langsam ansteigen lässt?

00:11:01: leider nein!

00:11:03: Wenn Sie die Körner ganz fein zermahlen, wenn der Weißmehl draus wird dann haben sie ja sozusagen dem Körper schon einen Teil der Arbeit abgenommen.

00:11:11: Dann haben sich diese Körners schon sehr stark zerkleinert und natürlich fällt es dann dem Darm viel leichter die Kohlentratketten abzubauen und der Blutzug wird eher schnell ansteigen.

00:11:24: Sogar wenn Sie eine Semmel ein Brötchen länger kauen, dann spüren Sie ja schon die einzelnen Zuckermoleküle wenn es zum Schluss dann so ein bisschen süßlich wird.

00:11:33: Kornflex gehören auch dazu, die kommen ja auch aus dem Korn aber die sind gepresst und ausgewalzt und die sind mechanisch so verändert dass sie so zerkleinert.

00:11:42: der Körner sind in Wirklichkeit das auch die den Zucker schnell ansteigen lassen.

00:11:48: Und Kartoffeln Reis und Brot da kommt's drauf an einerseits auf die Sorte Da ist wirklich voll kein Reis was anderes als weißer polierter Reis, wo noch dazu die äußeren Schichten schon wegpoliert sind.

00:12:02: Und bei den Kartoffeln das ist immer so ein Paradebeispiel für die Zubereitung.

00:12:07: Kartoffelpüree da haben sie ja schon alles getan um dem Darm der Arbeit leichter zu machen.

00:12:13: Sie haben die Kartoffel möglichst fein zerkleinert.

00:12:16: Der Darm hat weniger zu tun Die Stärke wird schneller abgebaut und Zucker steigt schneller.

00:12:21: Eine knusprige Bratkartoffel Da muss der Darben viel mehr dran arbeiten, vielleicht schon ein bisschen in die Kruste hat.

00:12:29: Die muss erst zerlegt werden.

00:12:30: da wird der Zucker langsamer ansteigen.

00:12:33: und ganz fein ist wenn man schon davon redet von den Ballaststoffen die im Gemüse zum Beispiel auch in den Kartoffeln dabei ist dass man daran denkt das man wenn man Kronibrate mit Ballaststoffe mit Fasern mit Gemüsen verbindet, dann kommt es ja alles gleichzeitig im Darm an.

00:12:54: Und dann hat der Darm eben nicht nur damit zu tun die Stärke abzubauen sondern da sind auch die Fasern aus den Ballaststoffen und die bremsen die Aufnahme von den Kohlenhydratten.

00:13:04: Die Kohlenhydrate gehen trotzdem ins Blut sie sind noch immer da.

00:13:08: aber wenn die mit vielen Faseren begleitet werden dann sind die sozusagen besser verpackt und dauert länger bis die aufgenommen werden können.

00:13:17: Dann gibt's noch Fett- und Eiweiß.

00:13:19: Wir essen selten so etwas wie nur Nudeln oder nur Reis.

00:13:23: Wir haben normalerweise Butter am Brot, Fleisch, Gemüse bei den Nudeln und bei den Erdäpfeln.

00:13:31: Fett- und Eiweiß beeinflussen auch, wie schnell eine Mahlzeit vertaut wird.

00:13:35: Das kennen Sie doch alle!

00:13:37: Wenn sie einen vor Fett triffen die Pizza essen am Abend dann werden sich die Pizza am nächsten Tag noch spüren das denen immer im Magen liegt Und alles was in Magen ist natürlich noch nicht vertaut.

00:13:47: Deshalb macht eine Pizza einen ganz anderen Blutzuckerverlauf als zum Beispiel Kartoffelbüree.

00:13:54: Die Pizza enthält enorm viel Kornetrate und Mehl, schauen Sie sich einmal so einen Teigklumpen an in der Pizzeria da ist schon einiges an Mehl drinnen aber dadurch dass die so langsam verdaut wird über viele Stunden kommt zwar sehr sehr viel Zucker ins Blut was gar nicht gut ist bei Diabetes aber er kommt zumindest relativ langsam daher.

00:14:17: Wenn Sie mal einen Gluckeurgrusisensor tragen, Sie können den ja auch kostenlos für eine kürzündige Probezeit bestellen.

00:14:25: Unverbindlich bei allen Sensorfirmen dann werden sie sehen dass die Kurven oft ganz unterschiedlich sind.

00:14:32: es kann sein das sie was essen und nach zwei drei Stunden sich denken oh alles in bester Ordnung und dann geht's erst drauf!

00:14:39: Das heißt sie können sich nicht wirklich auf irgendwelche Zahlen in Tabellen verlassen, sie müssen ein bisschen selbst mitdenken.

00:14:48: Trotzdem sprechen wir jetzt noch einmal vom glychemischen Index.

00:14:52: Der Glychemische Index ist ein Versuch das ganze in ein System zu kriegen.

00:14:57: und zwar hat man gesagt, man nimmt da mal als Ausgangspunkt den Zucker der am schnellsten ins Blut geht eben den Traumzucker.

00:15:05: und man sagt Das Tempo des Traumzuges ist gleich hundert einfach weil es eine schöne runde Zahl ist.

00:15:12: Dann hat man bei allen anderen Nahrungsmitteln geschaut, im Vergleich zu Traubenzucker.

00:15:18: Wie schnell geht denn dieses Nahrungsmittel ins Blut?

00:15:22: Unter gelten Werte zwischen siebzig und hundert als hohe chemische Index sind Lebensmittel die den Blutzucker schnell ansteigen lassen.

00:15:32: Ich verlinke Ihnen dann noch so eine Liste das Sie da mal nachschauen können Und alles was unter fünfundfünfzig ist gilt niedriger für chemischer Index, also als Lebensmittel die sehr langsam ins Blut gehen.

00:15:48: Diese Listen sich einmal anzuschauen das ist wirklich interessant.

00:15:52: aber wie gesagt es wirklich interessanter ist was essen sie bei einer Mahlzeit?

00:15:56: Wie kombinieren Sie's?

00:15:57: Wie bereiten Sie's zu?

00:15:59: Bei der Zubereitung gibt´s einen wichtigen Tipp noch bei den Nudeln wenn sie nur Al dente kochen so dass sie nicht ganz weich sind und keineswegs gatschig.

00:16:10: Allein das verändert schon wieder den glychemischen Index.

00:16:13: Denn eine Nudel, die etwas härter ist, macht dem Körper wieder mehr Arbeit beim Verdauen.

00:16:20: Da braucht er wieder länger bis die einzelnen Bausteine abgespalten sind.

00:16:24: Die geht also langsamer ins Blut.

00:16:26: Ihr glychemischer Index ist niedriger als der von derselben Nudeln wenn sie weich gekrocht ist.

00:16:33: Das heißt also schauen Sie sich so eine Liste einmal an und dann bemühen sie ihren gesunden Menschenverstand.

00:16:42: Denn als noch einmal nächstes kommt in Spiel, natürlich kommt es nicht nur darauf an was Sie essen sondern auch wie viel Sie essen.

00:16:52: eine große Menge von einem Lebensmittel das den Zucker eigentlich nur mittelmäßig ansteigen lässt kann unterm Strich mehr Zucker ins Blutschafeln also eine kleinere Menge eines Lebensmittels dass den Zucker schnell ansteigend ist.

00:17:05: trotzdem wollen wir schnelle Anstiege vermeiden weil das halt ein starker Reiz auf eine Bauchspeicheldrüse ist, die ohnehin schon so viel Insulin macht wie sie irgendwie nur kann und die sich dann bemüht diesen erhöhten Blutzucker möglichst schnell wieder zu senken.

00:17:22: Und das ist eine Belastung, die wir einem Organ nicht antun wollen dass ohnehin etwas schwächer ist bei der Erfüllung seiner Aufgaben.

00:17:32: Das heißt Sie tun sich meiner Meinung nach am leichtesten wenn sie diese Tabellen ernst nehmen, aber dann selber denken.

00:17:42: Und sich nicht nur den glychemischen Index anschauen sondern auch die Glychemische Last – was ist das wieder?

00:17:48: Nun, die glychemische last nimmt also mit in die Rechnung, mit ins Kalkül wie viel sie von einem Nahrungsmittel essen und was da sonst noch alles dabei ist ob es entbegleitet ist vom Fett, vom Eiweiß, vom Ballaststoffen und damit kommt den wirklichen Kurvenverlauf schon etwas näher.

00:18:09: Auch dafür gibt es Informationen, auch dafür gebe ich Ihnen was in die Show notes.

00:18:15: Trotz alledem mag ich es nicht dass man bei Menschen mit Diabetes jetzt beginnt Lebensmittel in Böse und Gut einzuteilen.

00:18:24: natürlich sollen sie wissen Traumzucker Speiseeis Fruchtsäfte Die lassen meinen Zucker in die Höhe schießen.

00:18:32: das will ich meinem Körper lieber nicht antun.

00:18:34: Und wenn schon einmal sein muss dann möchte ich z.B.

00:18:38: Mehl speisen, dann essen wenn ich den Effekt auf dem Blutzucker ein wenig abmildern kann zum Beispiel nach einer Hauptmalzeit Ein Stück Kuchen.

00:18:49: Das wird ja im Magen vermischt mit allem anderen was sie zu der Mahlzeit gegessen haben und wird langsam und potionsweise in den Darben weitergeschoben.

00:18:59: Natürlich wird der Zucker aus dem Stück Kuch und direkt nach dem Mittagessen zur Gänze im Blut aufgenommen Ja klar.

00:19:05: Aber wenn es ist Nach dem Mittagessen oder nach dem Abendessen direkt, dann wird dieser Zuckeranstieg sanfter und dafür länger ausfallen.

00:19:14: Und das ist besser für ihren Stoffwechsel!

00:19:17: Wenn Sie dasselbe Stück Kuchen allein drei vier Stunden nach dem Mittagsessen essen mitten am Nachmittag dann hat der Darm ja nichts anderes zu tun, als diesen Kuchen zu verarbeiten und der Blutzucker wird schneller ansteigen.

00:19:30: Wie gesagt, an der Menge des Zuckers ändert sich nichts.

00:19:34: ein Stück Kuchen nach dem Mittagessen bringt die gleiche Menge Zucker ins Blut wie ein Stück Küchen alleine gegessen zum Nachmittagscafé.

00:19:42: aber wie hoch der Zucker geht und wie lange er erhöht bleibt das ist unterschiedlich.

00:19:49: wir wissen dass auch eher kurze, hohe Zuckerspitzen ungünstig sind wenn man Diabetes hat.

00:19:55: Dass es immer besser ist, wenn der Zucker langsam und sanft ansteigt.

00:20:02: In praktischen Leben denke ich mir ist für Sie vor allem wichtig zu beobachten was passiert bei Essen die sie gerne haben diese öfter essen.

00:20:13: da zahlt sich's aus zu testen.

00:20:19: Es ist gut, wenn Sie sich diese Liste mal anschauen.

00:20:22: Wenn Sie vor allem beim Obst auch wissen was geht besonders schnell ins Blut?

00:20:26: Was ist nicht ganz so schlimm!

00:20:29: Es ist Gut, wenn sie einmal verstanden haben, was stärker ist wie sie durch das Kochen den Aufnahme von Kohlentraten in's Blut beeinflussen können.

00:20:41: Schauen Sie sich die Listen an und dann probieren sie selber aus Wie gesagt vor allem bei Dingen, die ihnen wichtig sind.

00:20:50: Ich sage dazu immer – Sie wissen doch wie es in Ihrem Darm ausschaut!

00:20:54: In Ihrem Dom ist das warm, finster und feucht.

00:20:57: Das sind ja Verdauungsefte.

00:20:58: Man braucht sich ja immer nur überlegen wird dieses Essen, dass ich jetzt esse eher langsam oder eher schnell im Darm ankomme?

00:21:07: Es sich eine größere Menge, eine kleinere.

00:21:10: Ist dieses Kohlhydrat haltige Lebensmittel fast alleine unterwegs?

00:21:15: Oder kommt es im Darm an zusammen mit Fett, Eiweiß, Gemüse, Fleisch und Milchprodukten.

00:21:22: Mit Fisch, mit Geflügel.

00:21:24: Dann wird es natürlich länger dauern bis es zerlegt wird.

00:21:29: Und wenn Sie Ihrem Körper, Ihrem Stoffwechsel helfen wollen dann ist immer die bessere Lösung so zu essen dass die Zuckerbausteine eher langsamer vom Darm ins Blut gehen.

00:21:43: Ganz ehrlich!

00:21:44: Wenn sie sich das vor Augen halten und immer wieder sich überlegen, was wird sich denn in meinem Darum langsamer oder schneller auflösen?

00:21:52: Dann haben Sie es verstanden.

00:21:55: Wissen Sie genug?

00:21:57: Das heißt noch einmal zusammenfassend, schauen Sie sich diese Tabellen an!

00:22:01: Sie wissen jetzt Bescheid, was das bedeutet glückchemischer Index, glückhemische Last.

00:22:08: Lassen Sie sich davon aber nicht komplett verwirren, sondern nehmen Sie die Tabellen als Anhaltspunkt damit sie sich noch besser auskennen und damit ihr Leben mit Diabetes freier und vor allem bewusster, selbstbewusster und voller Zuversicht gestalten kann.

00:22:27: Das wünsche ich Ihnen!

00:22:28: Und wenn Sie dazu Fragen haben – weil die tauchen ja beim Essen immer wieder auf – dann kommen Sie gerne zu uns in die App der Zuckerdante.

00:22:36: Die finden Sie im Internet.

00:22:38: Sie geben im Internet in den Browser ein App.zuckerdante.at oder sie kommen auf meine Homepage www.zuckerdante.t.

00:22:48: Da geht es natürlich auch sofort zu uns in unserer App, da finden Sie auch den Link.

00:22:54: Denn bei uns in der App gibt's eine Community die funktioniert so ungefähr wie eine Facebook-Gruppe.

00:22:59: da kann man Fragen stellen dann kann man Antworten bekommen und da gibts auch einen eigenen Bereich für Fragen zum Essen.

00:23:08: Und da ich selber nicht kochen kann und mag, und nie Gelegenheit hatte es zu lernen, haben wir eine ganz liebe und hoch kompetente Diätologin- und Diabetesberaterin bei uns, die Ingrid Pachaneck.

00:23:20: Die auch immer wieder in der App unterwegs ist und ihnen gerne auch Fragen beantwortet und bei Unsicherheiten weiter hilft.

00:23:28: Sie ist nämlich nicht nur in der Theorie Dietologin sie ist eine ganz wunderbare Köchin und Konditorin Sie ist auch selber von dem Zwei-Diabetes betroffen und sie kämpft genauso, aber sie kennt sich halt super gut aus und kann wirklich gut weiterhelfen.

00:23:43: Also App.zuckerdante.at Ich freue mich über jeden und jede die nahe dazukommt und wird mich besonders freuen wenn ich sie einmal bei uns in der App treffe.

00:23:55: Das war schon wieder für heute.

00:23:57: Die Zuckerdonte grüßt und wünscht Allzeit gute Werte!

Über diesen Podcast

Was genau sagt der HbA1c-Wert? Darf ich zu Weihnachten auch mal ein Plätzchen
mehr essen? Wie wirkt sich Stress aus auf meine Zuckerwerte? Was mache ich bei Überzucker und Unterzucker?

Im Podcast der Zuckertante gibt es Geschichten und viele Informationen für Neulinge und auch für die erfahrenen Diabetiker ist immer etwas dabei

Mein Name ist Dr. Susanne Pusarnig, ich bin Ärztin für Allgemeinmedizin und im Internet "die Zuckertante". Ich begleite, berate und betreue Menschen mit Typ 2 Diabetes seit über 25 Jahren. Übers Internet und hier im Podcast kann ich viele Menschen erreichen, Angst vor Diabetes nehmen und alles was man als Diabetiker wissen sollte, verständnisvoll und humorvoll weitergeben..
Dieser Podcast ersetzt keinen Arztbesuch und dient rein zur Information und Aufklärung.

Noch viel mehr Informationen finden Sie auf meiner Webseite
www.zuckertante.at

von und mit Dr. Susanne Pusarnig

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